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	<title>Comments on: Handyklau</title>
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		<title>By: Diki</title>
		<link>http://www.bratislav.org/2005/03/25/handyklau/comment-page-1/#comment-47</link>
		<dc:creator>Diki</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Mar 2005 17:36:35 +0000</pubDate>
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		<description>Meine Mutter, mein kleiner Bruder und ich haben vor ein paar Wochen im Parkhaus einen Autoknacker bei der Arbeit erwischt, leider an unserem Auto. Der Mann ist ohne jegliche sichtbare Gewaltanwendung durch die elektrisch verriegelte Beifahrertür eingestiegen und danach mit seinem Schraubenzieher am Handschuhfach verzweifelt.

Die Situation war ziemlich seltsam, der junge Mann ist nämlich dadurch auf uns aufmerksam geworden, dass meine Mutter die Türöffnung per Fernbedienung bestätigt hat, _bevor_ Sie den Fremden im eigenen Auto bemerkt hatte. Daraufhin knallte die Beifahrertür auf und der Typ gab Fersengeld. Wir waren ziemlich baff, haben ihn auch nicht ernsthaft verfolgt geschweige denn erwischt. Der Schaden war im Nachhinein auch relativ minimal.

So einen anonymem Angriff auf das Eigentum sollte man eigentlich locker abtun, im Endeffekt ist nichts davon unersetzlich. Durch die Konfrontation mit einem anderen Menschen wird das ganze aber sofort zu einer zutiefst persönlichen Angelegenheit: «_der da_ hat _mein_ Auto aufgebrochen!». Das geht sofort durch auf die tiefste Instinkt-Ebene, was mir einen richtig unangenehmen Geschmack im Mund gibt. Obwohl solche Delikte verhältnismäßig selten vorkommen und mir persönlich so etwas noch nie zuvor passiert ist, hat die Geschichte einen tiefen Eindruck hinterlassen. 

Ich kann nachvollziehen, wie gerade solche Erfahrungen das soziale Klima in eine radikale Richtung drängen. Trotz besseren Wissens werde ich angesichts dieses Ohnmachtsgefühls der Differenzierung müde und hätte jetzt gerne einen funktionierenden Polizeistaat, der im Parkhaus mehr als nur 2 fucking Überwachungskameras installiert, die _ausschließlich_ die Ein- und Ausfahrt überwachen, damit auch ja keiner rausfährt, ohne zu bezahlen. (Außerdem will ich endlich Beamte, die vernünftige Aussagen zurechttippen können; die formale Abtreibung, die sich der Verantwortliche hinterm Schreibtisch abgerungen hat, war unter aller Sau.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Mutter, mein kleiner Bruder und ich haben vor ein paar Wochen im Parkhaus einen Autoknacker bei der Arbeit erwischt, leider an unserem Auto. Der Mann ist ohne jegliche sichtbare Gewaltanwendung durch die elektrisch verriegelte Beifahrertür eingestiegen und danach mit seinem Schraubenzieher am Handschuhfach verzweifelt.</p>
<p>Die Situation war ziemlich seltsam, der junge Mann ist nämlich dadurch auf uns aufmerksam geworden, dass meine Mutter die Türöffnung per Fernbedienung bestätigt hat, _bevor_ Sie den Fremden im eigenen Auto bemerkt hatte. Daraufhin knallte die Beifahrertür auf und der Typ gab Fersengeld. Wir waren ziemlich baff, haben ihn auch nicht ernsthaft verfolgt geschweige denn erwischt. Der Schaden war im Nachhinein auch relativ minimal.</p>
<p>So einen anonymem Angriff auf das Eigentum sollte man eigentlich locker abtun, im Endeffekt ist nichts davon unersetzlich. Durch die Konfrontation mit einem anderen Menschen wird das ganze aber sofort zu einer zutiefst persönlichen Angelegenheit: «_der da_ hat _mein_ Auto aufgebrochen!». Das geht sofort durch auf die tiefste Instinkt-Ebene, was mir einen richtig unangenehmen Geschmack im Mund gibt. Obwohl solche Delikte verhältnismäßig selten vorkommen und mir persönlich so etwas noch nie zuvor passiert ist, hat die Geschichte einen tiefen Eindruck hinterlassen. </p>
<p>Ich kann nachvollziehen, wie gerade solche Erfahrungen das soziale Klima in eine radikale Richtung drängen. Trotz besseren Wissens werde ich angesichts dieses Ohnmachtsgefühls der Differenzierung müde und hätte jetzt gerne einen funktionierenden Polizeistaat, der im Parkhaus mehr als nur 2 fucking Überwachungskameras installiert, die _ausschließlich_ die Ein- und Ausfahrt überwachen, damit auch ja keiner rausfährt, ohne zu bezahlen. (Außerdem will ich endlich Beamte, die vernünftige Aussagen zurechttippen können; die formale Abtreibung, die sich der Verantwortliche hinterm Schreibtisch abgerungen hat, war unter aller Sau.)</p>
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