Mit Offenen Karten

7. December 2007

Eine der besten Dokumentationsreihen ist m.E. “Mit offenen Karten” auf Arte. Darin werden lediglich anhand von Karten wöchentlich geschichtliche, politische und gesellschaftliche Sachverhalte anschaulich und sehr kompakt erklärt.

Die Sendung geht jeweils nur ca. 10 Minuten, verlangt dabei also höchste Konzentration, denn wer mal 20 Sekunden weg hört verliert schnell den Anschluss. Zum Nachschlagen oder weiterverwenden der Karten bietet sich dann die jeweiligen Begleitmaterialien (Karten+Texte) auf der Webseite an.

Da ich nur sporadisch TV konsumiere, verpasse ich aber leider jede Sendung. Sollte eigentlich kein Problem sein, denn ähnlich der ZDF Mediathek gibt es ja Arte+7, nicht ganz so schick und nur für 7 Tage aber das sollte ja reichen. Ja, ne! Genau die Sendung gibt es da nämlich nicht.

Meiner Anfrage wann denn Mit Offenen Karten auch über Arte+7 verfügbar ist wurde leider nicht beantwortet. Lediglich auf eine DVD sowie den (französischsprachigen und kostenpflichtigen!) On-Demand-Service wurde ich hingewiesen. Ich spar mir mal den GEZ-und-Rundfunkgebühren-Kommentar.

Aber glücklicherweise sind viele der 10-minütigen und damit YouTube freundlichen Videos auf eben jenem Portal zu finden. Ein Dank geht an dieser Stelle an die fleissigen uploader, insbesonder der Benutzer MitOffenenKarten mit heute 85 Videos. Ich empfehle beispielsweise folgende Episoden:

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Das Roth’sche Bildungsreform-Theorem

6. December 2007

Auch im Zusammenhang mit Schulen in Schweden ein Satz der mir immer wieder im Kopf rumschwirrt:

Höchstens die katholische Kirche ist so reformresistent wie das deutsche Bildungssystem.

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Nicht lustig

4. December 2007

Nach über einem Jahr Pause veröffentlich Joscha Sauer nun seit dem 28.11. wieder neue Werke unter nicht-lustig.de. Des weiteren ist ein neues Buch für 2008 angekündigt und noch viel Platz in der Rubrik Zeug. Toll!

Und nun meine Lieblings-Antwort bei den FAQ:

doch-lustig.png

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Schulen in Schweden

3. December 2007

Vor kurzem habe ich im Rahmen einer Tätigkeit als Studentische Hilfskraft geholfen eine Studie an zwei schwedischen Schulen durchzuführen.

Ich habe vorher schon viel gutes über die Vorzüge der Bildungssysteme in skandinavischen Ländern gehört, aber allein eine schwedische Schule von innen zu sehen gab da nochmal einen ganz anderen Eindruck.
Was mir einfach so beim ersten Betreten und währen den ersten Stunden in der Schule aufgefallen ist:

  • Jeder Schüler hat einen Spind (klingt banal, aber das macht echt was aus)
  • Die Lehrer haben eigene Arbeitsplätze an der Schule (und verbringen dort mind. 35 Stunden/Woche)
  • Viele, moderne PCs in den Fluren zur freien Verfügung
  • Das Lehrerzimmer ist eher eine gemütliche Lounge in der man sich austauscht und es gibt neben zwei Computern+Drucker auch Tee, Kaffee und Plätzchen (und dann erst die Tassen für Gäste an der Wand!)
  • Sehr lockere, ungezwungene Atmosphäre zwischen Schülern und Lehrern (Wobei es Minuspunkte für das recht hohe Durchschnittsalter der Lehrer gibt)
  • Wenige Schüler pro Klasse, manchmal auch zwei Lehrer die einen Kurs betreuten
  • Viel selbstständige Arbeit oder Arbeit in Gruppen, oft sehr flexible Unterrichtsgestaltung
  • Die Schüler sprachen nicht nur ungeheuer gutes Englisch sondern waren auch sonst fachlich sehr gut und vor allem motiviert

Ich hatte natürlich nur einen sehr kurzen, subjektiven Einblick, doch ich kann erahnen, dass folgende oft genannte positive Aspekte des schwedischen Buldungsssytems durchaus ihre Spuren hinterlassen:

  • Vorschule schon mit Bildungsauftrag
  • 9 jährige gemeinsame Grundschule, dann Übergang (von ca. 90%) auf das Gymnasium
  • Ganztagsangebote sowie hohe integrale und soziale Faktoren
  • Viel Kooperation zwischen Lehrern, Eltern und Schülern
  • Rahmenvorgabe durch den Staat, die Umsetzung durch die Komunen unterliegt stetiger Qualitätsprüfung
  • Insgesamt ein hoher Anteil der Bildungsausgaben am BIP (~7% vs ~3% BRD)

Natürlich gibt es auch Kritikpunkte, und insbesondere die späte Vergabe von Noten (erst ab dem 8ten Schuljahr und dann in nur drei Kategorien) wird kontrovers diskutiert.

Ich habe leider keinen Link gefunden, wo das Thema zu meiner Zufriedenheit zusammenfassend behandelt wird. Als Startpunkte empfehle ich aber dies, das, jenes, solches oder auch sowas.

Nach der Schule gibt es übrigens die Möglichkeit eines kostenlosen Hochschulstudiums, das von jedem Studierenden aus einzelnen Kursen zusammengestellt (!) werden kann.

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Summen, Zombies, Tiere - Kante!

2. December 2007

neulich in Nischni Nowgorod, Russland … da hab ich doch tatsächlich folgendes Tourplakat gesehen:

kante_in_russland.jpg

Da war ich schon etwas überrascht. Musste leider schon am gleichen Tag weiter und hab daher das Konzert verpasst. Frage mich wieviele da die Texte verstanden haben…

Zu Hause aber erstmal den Erwerb des Albums “Die Tiere sind unruhig” nachgeholt. Meine Fresse. Ist das gut.

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Das Ende der Musikindustrie

1. December 2007
Vor 25 Jahren schloss SonyUniversal, die letzte Plattenfirma der Welt, ihre Pforten. Ein Rückblick. [..]

Als nun die Mutter des dreijährigen Timmie zu einem halben Jahr Arbeitsdienst verurteilt werden sollte, weil sie ihrem Sohn ein Schlaflied vorgesungen hatte, ohne die dafür fälligen Lizenzgebühren von 1.800 Euro zahlen zu können, zogen die Bürger mit Fackeln und selbst gebastelten Galgen zum “Dieter-Bohlen-Haus” am Spreebogen. Das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder, dann zog der Mob unter den Augen von Feuerwehr und Polizei weiter zur Zentrale der “GEMA” am Kurfürstendamm (der heutigen Toyota-Allee).
Coffee And TV via Spreeblick

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Das Roth’sche Studiengebühren-Theorem

25. November 2007

Von den Studiengebühren versackern 10% in der Verwaltung ihrer selbst, 60% gleichen den Rückzuck der Bundes/Landes-finanzierung aus, 15% gehen auf Umwege in die Forschung und die restlichen 15% finanzieren überflüssige Tutorien und Übungen die niemand in Anspruch nimmt. Aber wenigstens werden dafür Studenten bezahlt, die mit dem Geld dann ihre Studiengebühren aufbringen können. Mit denen wiederum…

Oder aber wie ein Bekannter auf die Frage ob er dieses Semester schon an der Uni war antwortete: “Wie an der Uni gewesen? Ich muss doch arbeiten um mein Studium zu finanzieren…

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World of Padman

19. November 2007

Durch Zufall bin ich vor kurzem auf World of Padman gestossen: Ein kostenloser, knallbunter Ego-Shooter im Comic-Look.

Ursprünglich ein Mod für Quake 3 Arena, gibt es ihn mittlerweile auch als eigenständiges World of PadmanSpiel, basieren auf ioquake3, (also dem weiterentwickelten GPL Code der Quake 3 Engine) und läuft unter Linux, Mac (Universal) und Windows. Es existiert kein Single-Player aber es gibt recht gute Bots. Die Spielgeschwindigkeit ist Quake-typisch recht hoch, aber auf den niedrigeren Schwierigkeitsgraden macht es auch einem nicht-Gamer wie mir Spass.

Unter den Waffen befinden sich u.a. Bubble G., die in schneller Reihenfolge farbig platzende Kaugummi Bälle verschießt, eine Wasserpistole (Boaster), die als Nebeneffekt den Boden nassmacht und Balloony, die umherspringende Wasserbomben loslässt.

Dass tollste sind aber die Karten, da die Spieler an alltäglichen Orten wie Küche, Bad, Garten etc. um die Wette fraggen - allerdings in Däumlingsgröße!

Neben den klassischen Ego-Shooter Spielmodi Deathmatch und LastManStanding gibt es noch zwei weitere: Bei Big Balloons gibt es Punkte für das Aufsteigenlassen von Balloons (vgl. Domination bei UT) und bei SprayYourColor muss man seinen Opfern Farbpatronen abnehmen und dann in einem speziellen Raum sein Logo möglichst oft an eine Wand sprühen.

Alles in allem ein knallbunter, sehr spassiger Zeitvertreib mit Ballerei.

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Bibliographie leicht gemacht - online

13. November 2007

Nach meiner Empfehlung von BibDesk nun etwas web-basiertes um Bibliographien zu verwalten:

BibSonomy:: - “A blue social bookmark and publication sharing system.” - eigentlich ziemlich ähnlich wie CiteULike, zwar noch recht neu, wird aber als Projekt der Uni Kassel auch ständig weiterentwickelt und erforscht (siehe das Blog) - mir persönlich gefällt das Aussehen und die Handhabung auch irgendwie einfach besser…

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Das Roth’sche Neustart Theorem

9. November 2007

Notwendige Bedingung für die Gebrauchstauglichkeit technischer Systeme ist die Abwesenheit der Funktion “Neustart”.

Bestes Gegenbeispiel: Computer.

Mag ja sein, dass es in Ausnahmefällen sinnvoll sein kann, ein Betriebsystem neu zu starten, aber wenn dieser Ausnahmefall so oft eintritt, dass es dafür eigene Menueinträge gibt, dann stimmt was nicht.

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